Wie Microsoft mit Chinas Militär kollaboriert

Kooperiert Microsoft mit Chinas Militär? Diesen Verdacht legen drei wissenschaftliche Aufsätze aus der Volksrepublik nahe. Geschrieben wurden sie im vergangenen Jahr zum einen von Wissenschaftlern, die für den amerikanischen Technologiekonzern tätig sind – und zum anderen von Wissenschaftlern, die an der Nationalen Universität für Verteidigungstechnologie forschen.

Letztere ist in Changsha in der südlich-zentralen chinesischen Provinz Hunan beheimatet, in der Republikgründer Mao Tse-tung geboren wurde. Die Universität untersteht dem direkten Befehl der Zentralen Militärkommission, dem höchsten militärischen Führungsorgan der Volksrepublik.

Thema aller Aufsätze ist das „maschinelle Leseverständnis“: in Zukunft sollen Computer sämtliche Informationen im Internet lesen können – und sie anschließend für den Menschen so klug zusammenfassen können, dass sich so zum Beispiel ein Arzt über ungewöhnliche Krankheitssymptome informieren kann.

Allerdings könnte die Technologie laut Fachleuten auch für die Zensur von Gesprächen und Beiträgen im Internet eingesetzt werden. Genau dies ist das Ziel der zentralen Internetregulierungskommission, deren Vorsitzender Staatspräsident Xi Jinping ist. Dieser steht auch der Zentralen Militärkommission vor.

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