Amazon bietet nun auch eine eigene On-Premise-Lösung an

Nach Angeboten der Konkurrenz bietet nun auch Amazon für seinen Cloud-Dienst eine On-Premise-Lösung an. Mit Outpost können Kunden Amazons Hard- und Software in ihr eigenes Rechenzentrum stellen. Alternativ kann auf den Server-Racks auch VMware-Software genutzt werden. 

Im eigenen Rechenzentrum können künftig auch AWS-Server stehen.
Im eigenen Rechenzentrum können künftig auch AWS-Server stehen.(Bild: SparkFun Electronics/CC-BY 2.0)

Das Cloud-Angebot AWS von Amazon kann dank der On-Premise-Lösung Outpostkünftig im eigenen Rechenzentrum betrieben werden. Amazon rückt mit seinem Angebot damit auch ein wenig näher an die Dienste des wohl größten Konkurrenten Microsoft heran, der mit Azure Stack bereits vor mehr als drei Jahren ein ähnliches Angebot vorgestellt hat. Amazon will sich mit Outpost jedoch deutlich von Angeboten der Konkurrenz absetzen.

In der Ankündigung heißt es, dass andere Angebote es bisher nicht geschafft haben, den Kunden „dieselben APIs, dieselben Werkzeuge, dieselbe Hardware und die gleiche Funktionalität für lokale und Cloud-Umgebungen“ anzubieten. Amazon will dieses Problem lösen, indem es die Server-Racks, die auch in AWS selbst genutzt werden, einfach in die Rechenzentren der Kunden stellt. Diese Infrastruktur wird dann von Amazon selbst „verwaltet, gepflegt und unterstützt“. Allgemein verfügbar sein soll AWS Outpost ab der zweiten Hälfte des Jahres 2019.

Das Outpost-Angebot soll es grundsätzlich in zwei Varianten geben. Die erste Variante nutzt das Cloud-Software-Angebot von VMware als Software-Ebene, um Enterprise-Kunden von VMware einen Übergang zu erleichtern. Eingesetzt werden soll dazu VMwares sogenanntes Software-Defined Data Center, das Infrastruktur für Compute, Storage und Netzwerk bereitstellt.

Für die zweite Variante sollen die gleiche Kontrollschicht und APIs bereitstehen, wie sie Amazon in seiner Public-Cloud bietet. Darauf soll dann wie bisher auch die eigene Software betrieben werden können, nun eben in eigenen Rechenzentren, was etwa Latenzen verringern kann. Aber auch für diese Lösung kooperiert Amazon mit VMware und bietet verschiedene Software-Angebote der Virtualisierungsspezialisten auf Basis der AWS-API an.

 

 

Quelle Golem

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