Neue Studie: einseitiges Frauenbild in den sozialen Medien

Das Frauenbild in den sozialen Medien ist einseitig.

Das zeigt eine Studie der MaLisa Stiftung von Maria und Lisa Furtwängler, in der die Darstellung von Frauen bei YouTube und Instagram sowie in Musikvideos untersucht wurde.

„Frauen kommen in den erfolgreichsten Angeboten, also den Top 100 auf Instagramm, Youtube und so weiter halb so oft vor, wie die Männer“, sagte die Schauspielerin Maria Furtwängler am Montag im kulturradio vom rbb. „Wenn Frauen vorkommen, dann sind sie besonders häufig in den Bereichen Beauty, Schminktipps, basteln, Kochen, Datingtipps zu sehen.“ Außerdem seien sie hauptsächlich im privaten Raum zu sehen und es ist meistens als ihr Hobby deklariert.

Männer hätten dagegen deutlich mehr Ausdrucksmöglichkeiten, „die können erstens dünn sein, dick sein, lustig sein, klug sein, die können Entertainment machen, die können auch Beauty machen, die können aber auch Politik und Comedy machen. Und sie sind häufig im öffentlichen Raum“, so Furtwängler weiter. „Wenn man das so anschaut, hat man ein bisschen das Gefühl, dass ist das Frauenbild der 50er Jahre, das da gepuscht wird.“

Maria Furtwängler inszeniert sich selbst in den sozialen Medien: „Ich bin so ein bisschen hin und hergerissen zwischen: irgendwie muss man das ja heute machen – aber irgendwie liegt es mir auch nicht. Und gleichzeitig denke ich, jetzt mache ich das schon so lange auf Facebook und irgendwie habe ich da doch auch eine Verantwortung. Ich bin alles andere, als ein Digital-Native.“ Trotzdem findet Furtwängler es sinnvoll, in den Sozialen Medien präsent zu sein: „Es kostet mich Überwindung, aber ich denke, es gehört dazu. Und es ist ja auch informativ, das darf man nicht vergessen, da kommt Feedback und Zuneigung zurück.“

 

 

Original-Content von: Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb), übermittelt durch news aktuell

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