Im Jahr 2020 setzen drei Viertel aller Unternehmen auf Multi- oder Hybrid-Cloud-Modelle

Viele Unternehmen setzen bei ihren IoT-Anwendungen und -Geräten auf verteilte und hybride IT – mit neuen Herausforderungen an die IT-Security.

Nach einer Prognose des IT-Analysehauses Gartner sollen bis zum Jahr 2020 rund drei Viertel aller Unternehmen und Organisationen sogenannte Multi-Cloud oder Hybrid-Cloud-Modelle einsetzen, das heißt: Beim Cloud Computing auf mehrere Cloud-Provider zurückgreifen sowie eine Mischung mit intern installierten On-Premise-Anwendungen fahren.

Ein wichtiger Treiber dieser Entwicklung ist das Internet of Things (IoT), also die Vernetzung aller Maschinen, Gadgets und Sensoren über das Internet. Denn Cloud Computing, also die Speicherung von Daten und Anwendungen in der Internet-Wolke, ist gerade für die dezentrale IoT-Verknüpfung so etwas wie das natürliche Betriebsmodell.

Tatsächlich setzen greifen heute drei von zehn Unternehmen für ihre IoT-Anwendungen auf zwei oder mehr Cloud-Anbieter zurück. Das ist ein zentraler Befund einer Studie der amerikanischen Netzwerkanbieters Juniper Networks. Die rasante Verbreitung von Multi-Cloud-Umbegbungen und hybriden Modellen wiederum stellt völlig neuartige Herausforderungen an die IT-Security.

Denn in solchen verteilten Umgebungen reicht der klassische Umzäunungs-Ansatz der internen IT mittels Firewall & Co. längst nicht mehr aus. Vielmehr müssen die Netzwerke Teile des Monitorings, der Entdeckung und Verhinderung von Cyberangriffen übernehmen.

So fährt jedes zweite Unternehmen seine IoT-Anwendungen in den eigenen Rechenzentren (51 Prozent), weitere 36 Prozent halten sie am sogenannten Netzwerk-Rand („Network edge“), währen die verbleibenden 13 Prozent auf die Public Cloud setzen. Zusätzlich hat jeder vierte Befragte angegeben, eine Kombination aus jenen drei Szenarien zu verwenden (26 Prozent).

Der ausschließliche Fokus auf die Sicherheit der einzelnen Endpunkte funktioniert in derart heterogenen Umgebung nicht mehr – was den Unternehmen offenbar bereits gedämmert hat: Fast drei Viertel von ihnen messen der Netzwerk-Infrastruktur eine wichtigere Rolle bei der Absicherung von IoT-Anwendungen und -Geräten bei (72 Prozent).

Quelle WirtschaftsWoche

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