AWS, Azure und Co.: Ist eine große Public Cloud überhaupt das Richtige für dich?

(Foto: Filoo)

Das Angebot großer Public Clouds klingt für viele Unternehmen verlockend. Ein großes Leistungsangebot kombiniert mit günstigen Preisen wecken den Wunsch, in die Cloud umzuziehen. Doch ist eine Public Cloud für jeden das Richtige?

t3n beleuchtet das in einem lesenswerten Artikel im Detail – hier die wichtigsten Aussagen:

Viele Unternehmen ziehen mit ihrer IT in eine große Public Cloud oder überlegen, das zu tun. Provider wie AWS, Azure, Google versprechen höchste Verfügbarkeit und Funktionsvielfalt. Mit der gewährten Flexibilität und Skalierbarkeit können Hunderte bis Tausende neue virtuelle Maschinen ad hoc hochgefahren werden. So ist für alle Eventualitäten und auch für die Zukunft vorgesorgt. Und das alles gibt es zu vermeintlich niedrigsten Kosten. Wer will da nicht zuschlagen?

Allein der Preis zählt – oder doch nicht?

Fakt ist: Geht es dabei einzig und allein um den Preis, sind die großen Public-Cloud-Angebote gegenüber einer Private Cloud nur auf den ersten Blick im Vorteil. Die vermeintlichen Kostenvorteile basieren auf komplexen Preismodellen. Verschiedenste Leistungen und Funktionalitäten sind miteinander verknüpft, sodass sich die tatsächlichen Kosten nur schwer abschätzen lassen. Letztendlich liegen sie oft höher als vor dem Umzug in die Cloud. Dieser kann für Unternehmen die passende Lösung sein, deren Infrastruktur regelmäßig unvorhergesehenen Belastungsspitzen ausgesetzt ist. Für alle anderen bietet sich eine Private Cloud als Alternative an. Diese kombinieren die Vorteile der Public Cloud mit denen einer dedizierten Infrastruktur. Die virtuelle Infrastruktur steht ausschließlich einem Kunden zur Verfügung. Das Preismodell ist einfach: Jede Leistung hat einen festen Preis. Unternehmen profitieren von kalkulierbaren Kosten, transparenten Preismodellen, der Sicherheit einer eigenen Infrastruktur sowie persönlichem 24/7-Support.

Public Cloud für viele Unternehmen überdimensioniert

Die Erfahrung zeigt, dass die Public Cloud für viele – vor allem mittelständische – Unternehmen überdimensioniert ist und am tatsächlichen Bedarf vorbeigeht. Die meisten Firmen betreiben eine begrenzte Anzahl an Systemen und haben lediglich überschaubare Schwankungen im Ressourcen-Bedarf ihrer virtuellen Infrastruktur. Die große Skalierbarkeit und Funktionsvielfalt sind für sie gar nicht wirklich von Nutzen. Auch Compliance- und Datenschutzanforderungen sind in der Public Cloud oft ein sensibles Thema. Die meisten Unternehmen benötigen stattdessen eine virtuelle Infrastruktur, die begrenzt flexibel ist und zuverlässig läuft. Langfristige Wachstumsperspektive inklusive.

„Die Public Cloud ist in stürmisch oder unwägbar wachsenden Unternehmen sicherlich die erste Wahl. Bei konstanter(er) Grundlast ist der Betrieb eigener Server, beispielsweise in einer Hybrid Cloud, finanziell extrem attraktiv.“ Torsten Köster, CTO der Shopping24 Internet Group

 

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